Wer bin ich?

Mein Name ist Florian Ross, freiberuflicher Jazz-Musiker, -Komponist und -Organist. 1992 bin ich zum Studium von Pforzheim (BaWü) nach Köln gezogen und bis auf Zwischenstationen in London und New York dort hängen geblieben.

Seit einiger Zeit unterrichte ich nebenberuflich an der HfMT Köln Jazz-Klavier, -Komposition und -Ensemble.

 

10 Responses to Wer bin ich?

  1. Thomas Katzenberger

    Hallo Florian,

    DAnke und herzlichen Glückwunsch zu Deinem Kommentar zu Gregory Porter, den ich anlässlich einer TV-Sendung seines Burghausen-Auftritts 2013 jetzt erst – in Google zu seiner Kopfbedeckung suchend – finde und begeistert lese, hätte ich nicht so schön und treffend formulieren können (Hose von Coltrane, einfach super!). Bin Jazzfan und (wirklich nur) Hobbymusiker und leidlich interessiert, was so läuft. Mit dem, was neu unter Jazz verkauft wird, kann ich auch immer weniger anfangen (Altersfrage?).
    Konkret zu Porters Kopfbedeckung noch ein paar Gedanken: natürlich hatten auch früher Jazzmusiker ihr Markenzeichen, speziell die Bopper (Bärte), oder denk an Lester Youngs Pork Pie Hat oder Dizzy“s Horn – aber das war (rückblickend) stimmig und nie Selbstzweck, gekünstelt wirkend. Andererseits, über Gato Barbieris Hut hat sich schon mein Vater (Jg 1924) seinerzeit furchtbar aufgeregt, der war mir wieder egal, mir hat nur seine Musik nicht gefallen.

    Nochmals danke, keep swingin‘ (or whatever) und lieben Gruß aus Wien
    Thomas

  2. Danke, ich wollte auch was über den Hut erfahren.

  3. Wolf

    …ich glaube, dass Porter genau deshalb funktioniert, weil es unrund, nervös, out-of-tune usw. um ihn herumrumpelt und -trötet…er selbst klingt live über ein simples SM 58 von Shure grandios, phrasiert lustig und setzt sich (auch dadurch) von seiner Band ab – ist doch mal ein anderer Ansatz als nur die Stimme lauter zu machen als den Rest ;)…

  4. Rainer Baumann

    Danke! Ich dachte schon, ich bin der Einzige, dem das auffällt. Porter ist kein Jazzsänger. Hatte da vor Monaten mal eine Diskussion im SPON,; wurde als alter Sack u.ä. niedergemacht.

  5. Anonymous

    Sehr interessanter Artikel zum Thema Beliebtheit von komplexer Musik unter jungen Musikern. Danke dafür!

  6. Andreas Hantke

    Bin rein zufällig auf ihren Artikel getoßen.
    Da musste ich spontan an eine Geschichte denken, als vor knapp 40 Jahren ein Mitschüler von mir von der Schule geflogen ist, weil er sich weigerte, im Unterricht seine Mütze abzunehmen. (Weiß nicht was aus ihm geworden ist. Vielleicht JazzExperte(,aber ohne Abitur;O))
    (Was waren das noch für „verdruckte“ Zeiten in den Siebziger Jahren)
    Ich war vorgersten beim Eröffnungskonzert des ZMF (Zelt-Musik-Festival-Freiburg).
    Unsere Badische Zeitung(http://www.badische-zeitung.de/rock-pop-rezensionen/ein-beseelter-freier-geist–87630568.html) titelte heute: ein beseelter, freier Geist „Gregory Porters wunderbares Konzert eröffnet das Festival“. Ich liebe Jazz und Soul und mag auch Pop und Rap. Das sich diese Musikrichtungen teilweise vermischen – wo ist das Problem? Ohne Mischung nichts Neues. Nur weil Heino Zeit seines Lebens Sonnenbrillen trägt, hasse ich deshalb weder Sonnenbrillen noch liebe ich die Volksmusik. Ich denke daher, ihr Problem mit der Kopfbeduckung und dem Jazz muss tiefer liegen. Porters Musik wird als tief und leicht zugleich beschrieben. Das kann nicht passen.

  7. Danke für den Artikel, lieber Kollege —

    Als der Jazz sich anschickte, kein Pop mehr zu sein, da begann die Geschichte mit den Hüten, Sonnenbrillen und Ziegenbärtchen. — Damals war das aber hip; und beim ersten Ton konnte man bereits erkennen, ob einer wirklich was drauf hatte, oder ob des Kaisers Kleider nur vom Mangel an musikalischer Substanz ablenken sollten.

    Nehmen wir Dizzy Gillespie oder Thelonious Monk als Exponenten des neuen Jazz, Bebop genannt: Natürlich haben die Kritiker auch über deren Kleidung berichtet; allerdings war dieses Thema recht schnell abgehakt, und man hat sich auf die Musik konzentriert. Und da gab’s wahrlich genug Inspirierendes, Neues und Aufregendes, kurz gesagt: Da gab’s was auf die Ohren.

    Und heute? Heute scheint die Verpackung, das Drumherum, das Sich-gut-verkaufen-können völlig im Vordergrund zu stehen. Meine Empfehlung? Augen zu und Ohren auf … man vermag auch heute noch hören, ob der Kaiser nicht in Wahrheit nackt ist.

    Greetzies,
    Brew

  8. Doris Dischner

    Ich danke für ihren Beitrag zu Gregory Porter. Ein Freund hatte etwas von ihm in FB gepostet und ich dachte ich schau mir mal an um wen da so ein Hype gemacht wird. Was ich gesehen und gehört habe stimmt eins zu eins mit ihren Worten überein. Der „Hut“, der keiner ist, ist einfach nur scheußlich. Sollte er aus medizinischen Gründen getragen werden müssen, ist das natürlich etwas anderes. Gregory Porter ist ein durchaus begabter Soulsänger, so wie es in fast jeder der Tausenden von Kirchengemeinden in den USA einen gibt. Ich bin Jazzfan, singe selbst Jazz, mangels adäquater musikalischer Bildung in jungen Jahren (ich schiebe das ungerechterweise immer noch auf meine Eltern, die mir kein Klavier erlaubt haben) allerdings „nur“ Lieder aus dem Songbook und keine eigenen Kompositionen. Kann ja noch werden. Jedenfalls ist es schlicht übertrieben Herrn Porter zum neuen Stern am Jazzhimmel hochzujubeln. Ihn mit Marvin Gaye zu vergleichen ist ebenso oberflächlich. Marvin Gaye hat mit einer emotionalen Intensität auch und gerade politische Themen besungen, so dass ich bei einigen seiner Lieder fast Gänsehaut bekomme. Die Stimme des Herrn Porter hat einen derart deutlich hörbaren kirchlichen und auch Musical-Background, für mich klingt das pathetisch und irgendwie künstlich. Er ist wohl jetzt auf Blue Note Records. Times they are changing.

  9. Mel

    Es gab schon immer Sonnenbrillen, Hüte, Bärtchen und Glitzerklamotten, siehe Miles Davis und weitere. Die Schaffung von Markenzeichen ist Legitim. Am Ende bleiben Töne und nur auf die kommt es an. Da bin ich ganz bei Brew: „Augen zu und Ohren auf … man vermag auch heute noch hören, ob der Kaiser nicht in Wahrheit nackt ist.“

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