Krustenbraten vs. Burgunderbraten

Was soll es heute sein? Krustenbraten, Burgunderbraten? Bis vor kurzem wußte ich noch nicht einmal, was ein Burgunderbraten ist. Wikipedia sagt dazu:

Burgunderbraten ist eine Zubereitungsart vom Rinderbraten (vereinzelt auch vom Braten anderer Tiere). Der Braten hat seine Bezeichnung vom Burgunderwein, in dem er zunächst zusammen mit Gewürzen (u. a.Thymiangebeizt wird. Anschließend wird der Braten mit weiteren Zutaten wie KarottenChampignonsZwiebeln und Knoblauchgeschmort.

Es scheint sich jedoch landläufig eine andere Bedeutung eingeschlichen zu haben – Burgunderbraten wird heute bei vielen Metzgern ein (meist Schweine-)Braten genannt, der nicht mit Burgunder (leider) sondern Pökelsalz behandelt wird. Ein Burgunderbraten ist demnach häufig Krustenbraten, der nach Kassler-Art gepökelt wurde.

Man erkennt das nicht nur am Geschmack, sondern an der leicht unnatürlichen Farbe des Fleisches im Rohzustand und der rosa Farbe nach dem Garen. Ungepökeltes Fleisch ist nach dem garen grau.

Und? Ist das nun schlecht? Es ist in jedem Fall gut zu wissen, ob das gerade gekaufte Stück gepökelt oder naturbelassen ist. Ein „echter“ bayrischer Krustenbraten jedenfalls sollte nicht gepökelt sein

Ich habe den Burgunderbraten jedenfalls ausprobiert; schmeckt anders als ein „echter“ Krustenbraten, aber nicht unbedingt schlechter – eben wie Kassler mit Kruste.

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